Film and Podcast

Path of Life and Rediscovery

The Discovery of J. D. Kirszenbaum and the Miraculous Survival of the Diament Family – Part 1

The Discovery of J. D. Kirszenbaum and the Miraculous Survival of the Diament Family – Part 2

© Luftgeshefte Podcast 2021

Text version and further information:
https://www.luftgeshefte.com/jdkirszenbaumenglish

The Discovery of J. D. Kirszenbaum and the Miraculous Survival of the Diament Family

Nathan Diament (Foto: Feix Rettberg)

After Nathan Diament retired from his professional life in business and administration in 2005 and his mother Lea and aunt Rachel died, he dedicated himself, together with his brother Amos, to rediscovering the work of J. D. Kirszenbaum, their great uncle. Amos and Nathan Diament had grown up with his work on the walls. At the age of 66, Nathan studied art history for two years and contacted archives and museums, which then brought works by Kirszenbaum out of their cellars and magazines into the light of day. He organized exhibitions and published a book about the painter Kirszenbaum. (J. D. Kirszenbaum (1900 – 1954) The Lost Generation – La Generation Perdue, Somogy Editions D’Art). Nathan and Amos are committed to ensuring that Kirszenbaum’s work is given its rightful place in the history of modern Jewish art.

Their parents Josek Diament and Gitla Laja Albaum (Kirszenbaum) had fled from Poland to Belgium in the 1930s. Nathan Diament was born in Brussels in 1938. When he was four years old, his parents had to hand him and his little brother Amos over into the hands of Christian people. They themselves were hidden in an attic. There was no talk about how the eldest son Jacob survived. There was no talk about that time at all.

Chazkele

© Luftgeshefte Podcast 2021

Das Podcast als Textversion und weitere Infos auf:
https://www.luftgeshefte.com/chezkele

Jecheskiel »Chazkele« David Kirszenbaum​

Im Jahr 1900 wird im Shtetl Staszów im heutigen Polen Jecheskiel »Chazkele« David Kirszenbaum als letztes Kind einer kinderreichen, aber bitterarmen Familie geboren. Seine Eltern sind der Rabbiner Natan Meir und dessen Ehefrau Rachel Alta. Seit frühester Kindheit hat Chazkele Augen für die ihn umgebenden Menschen, für die Wasser- und Lastenträger, die Schneider, die Betenden, die Ärmsten der Armen, die Versehrten und Verwirrten. Das von Hand geschaffene Denkmal in Staszów, vor dem die Christen ihre Hüte abnehmen und niederknien, die Ornamente an der Ostwand der Synagoge und die verzierten Ritualgegenstände gefallen ihm gut und beleben seine Phantasie. Kirszenbaum wächst als Sohn des Rabbiners mit der Bestimmung auf, ein »Stern des Volkes Israel« zu werden. Doch er liebt es zu träumen, zu zeichnen, zu malen und die (weltlichen) Bücher der großen jiddischen Dichter zu lesen …

Lebensstationen des Jecheskiel David Kirszenbaums

Jecheskiel David Kirszenbaums Lebensweg führt in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts durch drei europäische Länder, in denen er lebt und arbeitet. Quer durch Europa geht es von Polen nach Deutschland und von dort weiter nach Frankreich. Keine dieser Veränderungen ist geplant oder gewollt, stets muss Kirszenbaum der Not gehorchen und Liebgewonnenes verlassen. Die politischen Gegebenheiten sind dem sensiblen Künstler nicht gewogen – Vertreibung, Flucht und Elend sind stets seine Wegbegleiter. Dennoch findet er trotz aller Zwänge letztlich immer wieder die Kraft, aus den Ortswechseln kreative Impulse zu gewinnen, die sein künstlerisches Schaffen beeinflussen. Er ist – gewollt oder ungewollt – ein »europäischer« Künstler. In diesem Video werden Kirszenbaums Lebensstationen nachgezeichnet.