Die »Eiserne Front« für den »Eisernen« – Reichspräsidentenwahl 1932

Zur »Eisernen Front« hatten sich im Jahr 1931 die »Sozialdemokratische Partei Deutschlands« (SPD), der »Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold«, »Bund der republikanischen Kriegsteilnehmer«, der »Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund« (ADGB), der »Allgemeine freie Angestelltenbund« (AfA-Bund) sowie der »Arbeiter-Turn- und Sportbund« (ATSB) verbündet. Ziel war der Schutz der Verfassung der Weimarer Republik und der Kampf gegen republikfeindliche Bestrebungen. Als Feinde der Weimarer Republik wurden neben der NSDAP besonders der extrem rechtskonservative »Stahlhelm«, »Bund der Frontsoldaten« wie auch die KPD angesehen.

Die »Eiserne Front« für den »Eisernen« – Reichspräsidenten­wahl 1932

Zur »Eisernen Front« hatten sich im Jahr 1931 die »Sozialdemokratische Partei Deutschlands« (SPD), der »Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold«, »Bund der republikanischen Kriegsteilnehmer«, der »Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund« (ADGB), der »Allgemeine freie Angestelltenbund« (AfA-Bund) sowie der »Arbeiter-Turn- und Sportbund« (ATSB) verbündet. Ziel war der Schutz der Verfassung der Weimarer Republik und der Kampf gegen republikfeindliche Bestrebungen. Als Feinde der Weimarer Republik wurden neben der NSDAP besonders der extrem rechtskonservative »Stahlhelm«, »Bund der Frontsoldaten« wie auch die KPD angesehen.

Da die Amtszeit von Reichspräsident Hindenburg (1847–1934) am 5. Mai 1932 endete, waren im Frühjahr Neuwahlen erforderlich. Insgesamt gab es beim ersten Wahlgang am 13. März 1932 fünf Kandidaten. Hindenburg, der aus Altersgründen eigentlich nicht mehr antreten wollte, war außer von rechtskonservativen Kreisen auch von der »Eisernen Front« zu einer erneuten Kandidatur gedrängt worden, um einen Wahlsieg Adolf Hitlers (1889–1945) und damit der NSDAP zu verhindern.

Hindenburg verfehlte mit 49,5% nur knapp die absolute Mehrheit. Hitler war mit 30,1% deutlich abgeschlagen, und Ernst Thälmann (1886–1944) von der KPD kam auf 13,2%. Im 2. Wahlgang am 10. April 1932 erhielt Hindenburg 53,1%, Hitler 36,8% der Stimmen.

Foto: Keystone View Co. Deutsches Historisches Museum, Berlin
Aufmarsch der »Eisernen Front«

Wahlkampfveranstaltung in Berlin am 14. Juli 1932

Roter Pfeffer, 5. Jg. / H. 3 v. 15.3.1932, S. 2.
Die »eiserne Front« für den »Eisernen«

Ernst Thälmann, der stalinistisch ausgerichtete Vorsitzende der »Kommunistischen Partei Deutschlands« (KPD), hatte die »Eiserne Front« als eine »Terrororganisation des Sozialfaschismus« bezeichnet. Die Unterstützung des rechtskonservativen »Eisernen« Reichspräsidenten Paul von Hindenburg bei seiner Wiederwahl 1932 durch die »Eiserne Front« karikierte Duwdiwani in der kommunistischen Satirezeitung »Roter Pfeffer«. Auf der Linie rechts signierte er mit »d«.

Der Dreipfeil

Das Symbol des Kampfes der »Eisernen Front« gegen Monarchie, Nationalsozialismus und Kommunismus, gemeinsam entwickelt von Sergei Stepanowitsch Tschachotin (1883–1973) und dem SPD-Reichstagsabgeordneten Carlo Mierendorff (1897–1943), wurde ab Februar 1932 verwendet.

Plakatsammlung Karl Fritz, Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Freiburg
Foto: Mario Küßner © Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Weimar
Hindenburg-Standbild am Kyffhäuserdenkmal

Am 6. Mai 1939 wurde unterhalb des Kyffhäuserdenkmals bei Frankenhausen das Hindenburg-Standbild des Thüringer Bildhauers Hermann Hosaeus (1875–1958) eingeweiht. Die zehn Tonnen schwere, fünf Meter hohe, aus bayrischem Porphyr gearbeitete Figur wurde 1945 von der Roten Armee vergraben und 2004 bei Bauarbeiten im Fundament eines Hauses wiederentdeckt.

Robert Becker: Der Wahrheit die Ehre! Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold. Die vergessene »Judenschutztruppe« der Weimarer Republik. Wiesbaden 2000.

Wolfgang Benz: Im Widerstand. Größe und Scheitern der Opposition gegen Hitler. München 2019.

Sebastian Elsbach: Die Eiserne Front. Lebendiges Museum Online – Deutsches Historisches Museum. Berlin 2019.
Online: https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/innenpolitik/die-eiserne-front.html

Sebastian Elsbach: Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold. Republikschutz und politische Gewalt in der Weimarer Republik. Stuttgart 2019.

Gedenkstätte Deutscher Widerstand (Hg.): Für Freiheit und Republik! Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold 1924 bis 1933. Begleitband zur Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Berlin 2018.

Carsten Voigt: Kampfbünde der Arbeiterbewegung. Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold und der Rote Frontkämpferbund in Sachsen 1924–1933. Köln u.a. 2009.

Benjamin Ziemann: Veteranen der Republik. Kriegserinnerung und demokratische Politik 1918–1933. Bonn 2014.